🧘🏼 Wenn du wartest, bis alles erledigt ist, um eine Pause zu machen, wirst du nie eine Pause machen.
- 12. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
🧘🏼 Der Abend ist leise geworden. Draußen wird es dunkel. Du sitzt auf dem Sofa – vielleicht noch mit halb geöffnetem Laptop, vielleicht mit dem Handy in der Hand.
Deine Schultern sind schwer. Dein Nacken spannt. In dir fühlt es sich an wie in einem Raum, in dem das Licht noch brennt, obwohl niemand mehr darin arbeiten sollte.
Der Tag hat dich gebraucht. Im Job. In Gesprächen. In Entscheidungen. Vielleicht bei deiner Mutter, deinem Vater, organisatorischen Dingen, emotionalem Auffangen.
Und jetzt, wo endlich Ruhe sein könnte, arbeitet in dir noch eine unsichtbare To-do-Liste weiter.
Nur noch das eine Todo. Nur noch kurz schauen. Nur noch diesen Gedanken zu Ende denken.
Pause später. Wenn alles erledigt ist.
💡 Warum es uns schwerfällt, mitten im Unfertigen zu pausieren
Viele Frauen haben gelernt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, oder erst die Pflicht, dann die Pause.
Und irgendwo tief in dir lebt der Satz: Ich darf erst loslassen, wenn ich alles gegeben habe.
Doch in einem Leben zwischen Beruf und Pflege ist „alles erledigt“ wie eine Linie am Horizont. Du gehst darauf zu – und sie rückt weiter weg. Es gibt immer noch etwas zu organisieren. Immer noch jemanden, der dich braucht. Immer noch etwas, das du besser machen könntest.
Wenn Pause an Vollständigkeit gebunden ist, bleibt sie ein Versprechen, das sich nie erfüllt.
🎋 Wie eine Pause im Unfertigen auf Klarheit, Leichtigkeit & Resilienz einzahlt
Eine Pause ist kein Schlussstrich unter den Tag. Sie ist ein Atemzug inmitten des Unvollendeten.
Klarheit kommt, weil du anerkennst: Ich habe heute vielleicht nicht alles geschafft.
Leichtigkeit entsteht, weil du nicht weiter gegen deine Erschöpfung arbeitest
Resilienz wächst, weil dein Nervensystem lernt: Ich darf stoppen, bevor ich zusammenbreche.
Dein Körper ist kein Projekt. Er ist dein Zuhause. Und er braucht Abende, an denen das Licht ausgehen darf – auch wenn noch Arbeit auf dem Tisch liegt.
🪄 Mein persönlicher Tipp für dich
Mach Pause nicht vom Zustand „fertig sein“ abhängig. Mach sie abhängig von deinem Empfinden. Höre auf deinen Körper
Frag dich nicht: Ist alles erledigt?
Frag dich: Bin ich müde oder erschöpft?
Wenn die Antwort Ja ist, darf das reichen.
✍️ Eine kleine Übung
Heute Abend, wenn du auf dem Sofa sitzt:
Stelle beide Füße fest auf den Boden.
Lehn dich an.
Atme langsam aus – länger als du einatmest.
Stell dir vor, du nimmst die imaginäre To-do-Liste des Tages in die Hand und legst sie für heute auf einem Tisch beiseite.
Dann sag dir: Es ist nicht alles fertig. Aber ich bin fertig für heute.
Spüre den Unterschied.
🌱 Abschlussgedanken
Du musst nicht bis zur Erschöpfung durcharbeiten, um dir Ruhe zu erlauben.
Du darfst pausieren, während noch etwas offen ist. Du darfst dich hinsetzen, während noch etwas liegen bleibt.
Wenn du wartest, bis alles erledigt ist, wirst du dich selbst immer wieder vertrösten.
Vielleicht beginnt echte Selbstfürsorge genau hier: nicht am Ende der Liste – sondern mitten im Leben.
Und vielleicht darf dieser Abend ein Anfang sein.❤️
Wenn du möchtest, begleite ich dich gerne auf deinem Weg, diese inneren Ressourcen noch bewusster zu nutzen. Gemeinsam können wir daran arbeiten, mehr Klarheit, Leichtigkeit und Resilienz in dein Leben zu bringen.
Ich freue mich, dich auf deiner Reise zu begleiten!
bis dahin... herzliche Grüße und Schultern runter, atmen, lächeln
Britta Hülder




Kommentare