✨ Du darfst emotional sein - und warum das alles verändert
- Britta Hülder
- vor 6 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
🌿 Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du sitzt in einem Meeting, alles läuft geordnet, sachlich, professionell. Doch in dir drin bewegt sich etwas – Anspannung, Unmut, Unsicherheit, Erschöpfung, vielleicht sogar Freude oder Erleichterung. Und trotzdem sagst du… nichts. Du schluckst es runter, sortierst es innerlich weg, funktionierst weiter. Weil du kompetent wirken willst. Weil du nicht „zu sensibel“ erscheinen möchtest. Weil du es so gelernt hast.
Ich erlebe das in meinen GFK-Workshops ständig: Menschen, die nach außen stark, klar und souverän auftreten – und innerlich den Kontakt zu ihren Gefühlen verloren haben. Nicht, weil sie „zu wenig fühlen“. Sondern weil sie nie gelernt haben, dass Fühlen sicher ist.
Und genau deshalb ist es Zeit für ein neues Narrativ: Du darfst emotional sein. Nicht nur privat – sondern auch in deiner Rolle als Mensch, Führungskraft oder Kollegin.
💡 Warum uns das so schwer fällt
Unser Umgang mit Emotionen ist kein persönliches Versagen.Er ist geprägt von:
1. Sozialen Erwartungen
Wir wachsen mit Sätzen auf wie: „Reiß dich zusammen.“ „Das gehört nicht ins Büro.“„Bloß nicht emotional werden.“Diese Botschaften setzen sich tief fest und definieren, was „erlaubt“ scheint.
2. Der Angst vor Verletzlichkeit
Gefühle zu zeigen bedeutet: Ich lasse andere sehen, was mich berührt, bewegt oder unsicher macht. Und Verletzlichkeit wird häufig mit Schwäche verwechselt – besonders in beruflichen Kontexten.
3. Fehlendem Vokabular
Viele Menschen haben nie gelernt, Gefühle präzise zu benennen. Sie spüren „etwas“, aber ihnen fehlen Worte. Und ohne Worte fehlt der Zugang.
4. Der Tendenz, zu funktionieren
Gerade Menschen in Verantwortung erleben starken Erwartungsdruck. Sie wollen souverän führen – und glauben, dass Emotionen im Weg stehen. Dabei wäre das Gegenteil wahr.
🌿 Wie das "emotional sein" auf Klarheit, Leichtigkeit und Resilienz wirkt
Sobald wir beginnen, uns von Erwartungen zu lösen, geschieht etwas Wundervolles:
Klarheit entsteht, wenn du weißt, was in dir passiert. Dann kannst du klar kommunizieren, Grenzen setzten und Bedürfnisse ausdrücken. Du reagierst weniger impulsiv - und entscheidest bewusster
Leichtigkeit wächst, denn unterdrückte Gefühle kosten Energie. Sie binden Kraft, machen eng und schwer. Sobald wir uns erlauben zu fühlen, entsteht Erleichterung: Wahrheit macht leicht.
Resilienz stärkt sich, weil emotionale Wahrnehmung innere Stabilität schafft. Du erkennst frühzeitig, wann etwas zu viel wird. Du regulierst Stress schneller. Du kannst Herausforderungen besser einordnen. Du brichst nicht – du bewegst dich mit der WelleResilienz entsteht nicht durch Härte, sondern durch Kontakt mit dir selbst.
🌸 Mein persönlicher Tipp für dich
Wenn du beginnen möchtest, emotionaler präsent zu sein, fang klein an. Du musst dich nicht sofort im nächsten Meeting verletzlich machen. Beginne im Alltag.Nimm dir 2–3 Momente am Tag, in denen du dich fragst:
„Was fühle ich gerade – und wozu brauche ich eigentlich gerade Unterstützung?“
Schon der erste Teil dieser Frage ist Gold wert. Der zweite macht sie transformativ.
Denn Gefühle ohne Bedürfnisse bleiben hängen. Gefühle mit Bedürfnissen führen zu Klarheit, Selbstfürsorge und Verbindung.
✍️ Eine kleine Übung
Diese Übung kannst du überall anwenden – im Büro, im Auto, Zuhause:
Atme einmal bewusst aus. Lange, weich, loslassend.
Spüre in deinen Körper. Wo ist Spannung? Wo Weite? Wo Druck? Wo Wärme?
Benenne ein Gefühl. Nur eines.Nicht „Ich fühle mich gestresst“ – das ist ein Zustand. Sondern: traurig? frustriert? erleichtert? angespannt? hoffnungsvoll? irritiert? dankbar?
Frage dich: „Welches Bedürfnis zeigt sich gerade hinter diesem Gefühl?“ Ruhe? Klarheit? Anerkennung? Struktur? Verbundenheit? Orientierung?
Erlaube dir, dieses Bedürfnis ernst zu nehmen.
Diese 90 Sekunden verändern mehr, als die meisten glauben. Sie schaffen Bewusstsein, Verbundenheit und Präsenz – und stärken dich für den Rest des Tages.
🌞 Abschlussgedanken
Emotionen machen uns nicht schwach. Sie machen uns menschlich.Und nur ein Mensch, der mit sich selbst in Verbindung ist, kann wirklich klar, wirksam und aufrichtig handeln – im Job wie im Privatleben.
Vielleicht ist es Zeit, das alte Bild von „Professionalität“ loszulassen. Vielleicht ist es Zeit, zu erkennen: Echte Stärke zeigt sich nicht im Verdrängen – sondern im Fühlen.
Du darfst emotional sein - Heute. Mogen. Immer ❤️
Wenn du möchtest, begleite ich dich gerne auf deinem Weg, diese inneren Ressourcen noch bewusster zu nutzen. Gemeinsam können wir daran arbeiten, mehr Klarheit, Leichtigkeit und Resilienz in dein Leben zu bringen.
Ich freue mich, dich auf deiner Reise zu begleiten!
bis dahin... herzliche Grüße und Schultern runter, atmen, lächeln
Britta Hülder




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