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🧘🏼 Du darfst unperfekt sein

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Montagmorgen.

Der erste Kaffee steht neben mir, ich öffne meinen Laptop und klicke auf mein Postfach.

Eine Mail meiner Chefin.

Ich habe ein ToDo nicht fristgerecht erledigt. Und obwohl ich sofort wusste, warum das so war, kam sie schneller als jeder rationale Gedanke.

Diese eine Stimme. "So ein Mist. Das hättest ich noch schaffen müssen. Vielleicht hätte ich letzte Woche einfach länger arbeiten sollen."

Kennst du diese Momente?

Du weißt eigentlich, dass du gute Gründe hattest dieses ToDo nicht zu erledigen, denn die Woche war voll. Du hast Prioritäten gesetzt und dich um andere gekümmert, dabei hast du gearbeitet, organisiert, entschieden, funktioniert.

Und trotzdem bleibt am Ende nicht das Gefühl: "Ich habe heute richtig viel geschafft."

Sondern nur dieser eine Gedanke: "Ich hätte mehr schaffen müssen."

Es fasziniert mich immer wieder, wie schnell wir all das ausblenden, was wir geleistet haben, und unseren Blick auf das richten, was nicht gelungen ist.

Als würde eine einzige unerledigte Aufgabe darüber entscheiden, ob wir gut genug sind.

 

💡 Warum uns das oft so schwer fällt

Ich glaube, viele von uns tragen eine Überzeugung in sich, die uns schon sehr lange begleitet:

Dass wir erst dann genug sind, wenn wir alles schaffen, oder wenn wir zuverlässig sind. Wenn wir niemanden enttäuschen oder wenn wir an alles denken. Wenn wir gut funktionieren.

Gerade wir Frauen sind oft Meisterinnen darin, die Bedürfnisse aller anderen im Blick zu haben.

Wir organisieren, koordinieren, kümmern uns auf allen Ebenen, im Beruf, zu Hause, in der Familie.

Und irgendwo zwischen all den Erwartungen entsteht still und leise die Überzeugung:

"Ich darf mir keine Fehler erlauben."

Deshalb fühlt sich eine unerledigte Aufgabe oft nicht einfach nur wie eine offene Aufgabe an, sondern wie ein persönliches Versagen.

Dabei ist sie häufig einfach das Ergebnis eines Lebens, das gerade ziemlich voll ist.

Nicht mehr und auch nicht weniger.

 

🎋 Wie das auf Klarheit, Leichtigkeit und Resilienz einzahlt

Klarheit beginnt für mich genau an dieser Stelle. Nämlich dann, wenn wir lernen, zwischen Tatsachen und unseren Bewertungen zu unterscheiden.

Die Tatsache lautet: ich habe eine Aufgabe nicht rechtzeitig erledigt.

Die Geschichte, die wir uns daraus erzählen, lautet häufig: "Ich bin nicht gut genug."

Doch das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Klarheit entsteht, wenn wir genau das erkenn

Und mit der Klarheit kommt oft auch Leichtigkeit, weil wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen und nicht mehr jede Kleinigkeit als Beweis dafür nehmen, dass wir versagt haben.

Und genau darin liegt Resilienz: nicht darin, nie Fehler zu machen, sondern darin, nach einem Fehler liebevoll mit sich selbst zu bleiben.

Denn seien wir ehrlich: Mit einer guten Freundin würdest du wahrscheinlich ganz anders sprechen.

Du würdest ihr sowas sagen wie: "Du hast dein Bestes gegeben." "Du konntest nicht alles schaffen."

"Das macht dich doch nicht weniger kompetent."

Warum fällt es uns so schwer, diese Worte auch uns selbst zu schenken?

 

🪄 Mein persönlicher Tipp für dich

Beim nächsten Mal, wenn deine innere Kritikerin laut wird, halte einen Moment inne.

Und frage dich:

"Würde ich mit einer guten Freundin genauso sprechen, wie ich gerade mit mir spreche?"

Wenn die Antwort Nein lautet, dann versuche, deine Worte zu verändern.

Nicht, weil du dir etwas schönreden sollst, sondern weil du die Wahrheit genauso verdient hast wie jede andere.

 

✍️ Eine kleine Übung

Ich möchte dir eine Übung mitgeben, die nur wenige Minuten dauert und gleichzeitig unglaublich viel verändern kann.

Bevor dein Arbeitstag endet, nimm dir einen Zettel oder dein Journal und schreibe zunächst alles auf, was du heute geschafft hast. Wirklich alles.

Das Gespräch mit deiner Kollegin. Die Präsentation. Der Einkauf. Die Wäsche. Das offene Ohr für dein Kind, deinen Partner / deine Partnerin, deine Eltern / Nachbarn / FreundInnen. Die kleine Pause, die du dir endlich gegönnt hast.

Erst danach notierst du die Dinge, die liegen geblieben sind.

Und dann stelle dir nur eine einzige Frage: "Sind diese Aufgaben liegen geblieben, weil ich nicht gut genug bin – oder weil meine Zeit und meine Energie heute begrenzt waren?"

Ich bin mir ziemlich sicher, dass deine Antwort dich überraschen wird.

  

🌱 Abschlussgedanken

Vielleicht dürfen wir aufhören, Perfektion mit Erfolg zu verwechseln.

Vielleicht dürfen wir erkennen, dass unser Wert nicht mit jedem Häkchen auf der To-do-Liste steigt oder fällt.

Du musst nicht alles schaffen, um genug zu sein.

Du musst nicht perfekt funktionieren, um wertvoll zu sein.

Du darfst Grenzen haben.

Du darfst Prioritäten setzen.

Du darfst müde sein.

Und ja – du darfst auch unperfekt sein. Ich bin davon überzeugt, dass genau dort etwas sehr Wertvolles entsteht.

Mehr Ehrlichkeit.

Mehr Selbstmitgefühl.

Mehr Klarheit.

Mehr Leichtigkeit.

Und am Ende genau die Resilienz, nach der sich so viele Menschen sehnen❤️


Wenn du möchtest, begleite ich dich gerne auf deinem Weg, deine inneren Ressourcen noch bewusster zu nutzen. Gemeinsam können wir daran arbeiten, mehr Klarheit, Leichtigkeit und Resilienz in dein Leben zu bringen.

 

Ich freue mich, dich auf deiner Reise zu begleiten!

 

bis dahin... herzliche Grüße und Schultern runter, atmen, lächeln

Britta Hülder



 
 
 

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