Ein Plan ist ein Plan ist ein Plan...

... und es geht weiter

Das Leben in Zeiten von Corona und das Wetter sind wie eine Achterbahn. Alles ist Veränderung. Schnell geht es hoch, runter und durch die Kurven, Gestern Frühling heute Winter, gestern vorsichtige Öffnung heute harter Lockdown. Und das alles plötzlich, über Nacht. Manchmal komme ich kaum hinterher. Da habe ich mich gerade mit dem was ist angefreundet und schon ist es wieder anders. Manchmal ganz schön anstrengend und kompliziert.

Immer öfter erzählen mir Menschen, sie seien "(Corona)müde" , erschöpft von all dem was gerade um sie herum passiert, es sei irgendwie alles zu viel, sie können sich nicht aufraffen etwas zu tun, wollen einfach nur ihr "altes Leben" zurück. Schimpfen auf Politiker und Institutionen, sich breit, dabei ist fraglich ob das zu Lösungen führt.

Auch ich bin manchmal erschöpft, habe das Gefühl nicht viel geschafft zu bekommen und schimpfe dann gerne auch mal innerlich mit mir.

Dabei ist mir nun folgender Spruch begegnet: "Es ist ok wenig zu schaffen, wenn ich von vielem geschafft bin". Dieser Spruch erinnert mich daran, achtsam und nachsichtig mit selbst zu sein. Er erinnert mich daran, dass ich ok bin wie ich bin, unabhängig davon wieviel ich geschafft bekommen, wie voll oder leer meine ToDo-Liste ist. Jetzt hängt er an meinem Schreibtisch, so dass ihn nicht aus den Augen verliere kann, also eine kleine visuelle Erinnerung für mich.

Und vielleicht kennst du auch Beppo den Straßenkehrer aus "Momo" von Michael Ende. Beppo hat seine Straße so gekehrt: "Ein Schritt - ein Atemzug - ein Besenstrich - und auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste." Für mich ist das ein wundervolles Bild. Die Dinge nacheinander tun, regelmäßig eine Pause einlegen und zwischendurch auf das Blicken, was ich schon geschafft habe. Also nicht nach dem Motto Zähne zusammenbeißen und durch, sondern mit Ruhe, mit Gelassenheit, Eins nach dem Anderen. So gehe ich meinen Tag an, beuge der Erschöpfung vor und gelange am Ende entspannt zum Ziel.


Wie gelingt es mir, mit Ruhe und Gelassenheit meinen Tag zu gestalten? Was unterstützt mich dabei? Hier meine kleine Sammlung, vielleicht ist etwas dabei, was auch dich unterstützt!

  • ich mache mir jeden Tag einen möglichst realistischen Plan, in dem ich das eintrage, was ich machen / schaffen möchte, in dem ich aber auch regelmäßige Pausen und Zeit für Entspannung eintrage und in dem es Zeiten für Unerwartetes gibt

  • große Aufgaben unterteile ich in mehrer kleine Aufgaben

  • ich vermeide es mehrer Dinge gleichzeitig zu tun, dafür ist unser Gehirn gar nicht geschaffen und es führt zu erhöhtem Stressempfinden

  • zu der Zeit, zu der ich die größte Energie am Tag verspüre (manche sind morgens super fit, ich eher am Mittag / Nachmittag, andere auch Abends oder in der Nacht) erledige ich die Dinge, die viel Konzentration und Aufmerksamkeit fordern, alles andere Plane drum herum

  • ich mache mir zwischendurch bewusst, was ich schon alles erledigt habe

  • ich bin nachsichtig mit mir, wenn ich am Ende des Tages noch Unerledigtes auf meinem Plan habe, da war ich vielleicht nicht realistisch genug

All dies unterstützt mich, wie Beppo der Straßenfeger meine Aufgaben mit Ruhe und Gelassenheit zu erledigen.


Und wenn du in diesem Prozess feststeckst, suche dir Unterstützung. Sprich mit einer Freundin / einem Freund darüber, wende dich an eine Beratungsstelle oder buche dir ein Coaching mit mir.


Wenn du magst, schreib mir doch, wie es dir mit diesem Thema geht oder ganz allgemein, über welche Themen du gerne etwas lesen möchtest. Ich freue mich immer über deine Rückmeldungen!

bis dahin... herzliche Grüße, bleib achtsam und gesund

Britta Hülder